Neue Hitliste der 200 größten Motoryachten veröffentlicht

Neue Hitliste der 200 größten Motoryachten veröffentlicht

Ab sofort im Handel: BOOTE EXCLUSIV 5/2026 mit der neuen Top 200

Bielefeld/Hamburg, 25. August 2026. Bereits zum sechzehnten Mal veröffentlicht BOOTE EXCLUSIV die Top 200 der größten Motoryachten der Welt. Der elitäre Kreis der ganz Großen wächst weiter: Werften buten und binnen waren in den letzten zwei Jahren ablieferungsfreudig. Die von BOOTE EXCLUSIV biennal veröffentlichte Liste der 200 längsten Motoryachten bereichern dieses Jahr 23 Neuzugänge. Wichtige Erkenntnis: Die Gigantomanie flaut ab, im Trend liegen Formate um die 100 und um 80 Meter. Einlass in den elitären 200er-Club erhielten diesmal Motoryachten ab einer Länge von 78,2 Metern, beim letzten Ranking reichten noch 75 Meter aus.

​Das letzte Ranking der weltweit größten Motoryachten liegt zwei Jahre zurück - seitdem ist viel passiert in der Megayacht-Szene, wenn auch nicht in den Top 10. Neu im 2026er-Ranking der 200 größten Yachten sind 23 Solitäre zwischen 78 und 134 Metern. Beim letzten Mal kamen insgesamt 20 Neue dazu, und es reichten noch 75 Meter aus, um Rang 200 zu belegen. Bemerkenswert ist, dass zehn der Neueinstiege länger als 100 Meter sind, ganze sechs davon entstanden in den Niederlanden, die auch über das Corona-Hoch hinaus den Gigamarkt souverän bespielen.

​Die längste Neue aber kommt aus Lürssen-Hallen, „Deep Blue“ mit 134 Metern auf Platz 23. Die Traditionswerft zeigte sich in den Jahren 2025 und 2026 besonders ablieferungsstark: In Bremen, Rendsburg und Hamburg legten binnen eines Jahres sechs Neubauten ab, so viele wie nie zuvor. Den Anfang machte „Deep Blue“, gefolgt von „Odisea“ (78 m), „O3“ (109 m) „Boardwalk“ (117 m), „Nausicaä“ (114 m) und „Nixie“ (102 m). Zusammen sind das 654 Längenmeter! Mittlerweile fahren mehr als 30 Lürssen-Yachten mit einer Länge von über 100 Metern über die Weltmeere. Doch die Bremer können nicht nur XXL: Seit 2000 lieferten sie mehr als 20 Yachten unter 80 Meter Länge aus.

In den Bereichen über 130 Meter und zwischen 100 und 80 Metern ist wenig Bewegung. Hingegen wird das 80-Meter-Segment immer populärer. Ganze sechs Neuheiten gibt es zu verzeichnen, drei davon entfallen auf die Amels 80 von Damen Yachting. Fünf weitere stehen im Orderbuch der Niederländer. Aber auch Formate von türkischen Bauplätzen wachsen stetig in Länge und Kubatur an.

Die Speerspitze bildet Turquoise Yachts, die die 77,80 Meter lange „Angelique“ (Platz 127) lieferte und an einem 81 Meter langen Projekt schweißt. Yachten dieser Größenordnung erlauben es, ein veritables Eignerdeck zu realisieren und die Anforderungen nach WFY zu erfüllen. Das sogenannte Work From Yacht gewinnt an Beliebtheit. Auf „Dragonfly“ (Platz 13) ist ein ganzes Deck für das Office reserviert. Und auf „Nausicaä“ (Platz 50) arbeitet der japanische Eigner in der Glaskuppel des Topdecks. Bewegung gibt es bei zuvor russisch bereederten Gigas.

Das aktualisierte Klassement der 200 größten Motoryachten der Welt offenbart eine Branche im strukturellen Wandel. BOOTE EXCLUSIV-Chefredakteur Martin Hager hat die Zahlen analysiert – und kommt zu aufschlussreichen Befunden.

Das Segment der absoluten Giganten verliert an Dynamik, während sich der Markt darunter neu sortiert. Hager beobachtet: „Die Zeit der ganz großen Aufträge jenseits von 140 Metern scheint vorüber zu sein. Dafür fällt die Nachfrage im 100-Meter-Segment konstant aus – und der Markt um 80 Meter boomt regelrecht, bei Werften im Norden wie im Süden."

Ein Blick auf die Ausstattung und Reiserouten birgt zwei weitere bemerkenswerte Entwicklungen. Erstens: Der Norden Europas avanciert zur bevorzugten Sommerroute für Eigner großer Yachten. Norwegen, die Lofoten, Schweden – Destinationen, die noch vor wenigen Jahren als Nischenrevier galten, stehen heute hoch im Kurs. Eine Flucht vor den eskalierenden Temperaturen im Mittelmeer? Die Indizien sprechen dafür.

Zweitens verändert sich die Art, wie Eigner ihre Yachten nutzen - grundlegend: „Mehr und mehr wird von Bord gearbeitet. Viele Großformate verfügen über dedizierte Büros, sodass die Yacht zum eigentlichen Lebensmittelpunkt werden kann. Dank Starlink sind Eigner dabei vollständig digital unabhängig."
Das schwimmende Refugium wird zum Headquarter. Was lange als Privileg galt, ist für eine wachsende Zahl von Eignern längst gelebter Alltag.

Top 10 unverändert

Unverändert steht 2026 die Superyacht „Azzam“ (180 Meter) an der Spitze der Hitliste. Das Lürssen-Flaggschiff beeindruckt auch 13 Jahre nach ihrem Stapellauf mit ihrem leistungsstarken Antriebspaket: Dieselaggregate und Gasturbinen liefern 70 000 Kilowatt, die sie an vier Giga-Jetantriebe weitergeben und die einen Topspeed von 30 Knoten ermöglichen. Ihr Ex-Eigner, Scheich Chalifa bin

Zayid Al Nahyan, starb im Mai 2022. Die Ämter – und damit wohl auch die Yacht – des zweiten Präsidenten der VAE und Emirs von Abu Dhabi soll sein Bruder Mohammed bin Zayid übernommen haben. Ein Highspeed-Auftritt im Mittelmeer blieb aber bislang aus. An Bord kümmern sich 80 Crewmitglieder um 36 Gäste.

Auf Platz zwei folgt die „Fulk Al Salamah“ mit 164 Metern Länge. Der voluminöse Achtdecker entstand auf dem Mariotti-Werftgelände in Genua unter strengster Geheimhaltung als Projekt „Saffron“ für den Sultan von Oman. Gelegentlich wird die Staatsyacht im Gefolge von „Al Said“ (Platz 7) gesehen, liegt aber häufig in Maskat. Bei einem Tiefgang von 6,60 Metern ist es herausfordernd, einen Gastliegeplatz zu finden. „Fulk Al Salamah“ besitzt eine 300-Mann starke Crew, nimmt Tender der 25-Meter-Klasse auf und zahlreiche Autos.

Platz drei belegt auch 2026 „Eclipse“ (163 Meter). Die Giga aus Blohm+Voss-Hallen soll Roman Abramowitsch gehören, dem auch der Besitz von „Solaris“ (Platz 17) nachgesagt wird. Nachdem der Oligarch wegen des Ukrainekriegs von der EU mit Sanktionen belegt wurde, nahm seine mutmaßliche Flotte Reißaus in die Türkei. Drei Jahre lang lag „Eclipse“ im Hafen von Marmaris, ehe sie für einen Aufenthalt im Trockendock Istanbul ansteuerte. Grund war die von der Klassifizierungsgesellschaft angeordnete Inspektion zum 15. Geburtstag des Terence-Disdale-Designs. Neben der Überholung der technischen Systeme dürfte auch eine Auffrischung der Lackierung auf dem Plan gestanden haben. Derweil prüfte die EU, ob Abramowitsch über ein Firmenkonstrukt im Zusammenhang mit

„Eclipse“ Steuern hinterzogen hat. Dokumente sollen zeigen, dass er die 163-Meter-Yacht 2022 an seine Kinder übertragen hat. Auf den Folgeplätzen landen die bekannten Superyachten „Dubai“ (Platz 4 / 162 Meter), „Blue“ (Platz 5 / 160,6 Meter), „Dilbar“ (Platz 6 / 156 Meter), „Al Said“ (Platz 7 / 155 Meter), „A+“ (Platz 8 / 147 Meter / ehemals „Topaz“), „Prince Abdulaziz“ (Platz 9 / 147 Meter) und auf Platz 10 „Opera“ mit 146,3 Metern Länge.

Die komplette Liste der 200 größten Motoryachten der Welt inklusive Kurz-Infos und Fotos der Top 100-Kandidaten zeigt die aktuelle Ausgabe 5/2026 des Magazins BOOTE EXCLUSIV. Das Heft ist ab 25. August für 14,90 Euro im Handel und unter www.shop.delius-klasing.de erhältlich.