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Wissenswertes zum SKS

Der Sportküstenschifferschein (auch SKS) ist ein amtlicher Führerschein, den Sportbootfahrer ablegen können, um ein tiefergehendes Wissen rund um das Sportbootfahren nachzuweisen. Einige Vercharterer verlangen z. B. einen SKS. Der SKS gilt auf Seeschifffahrtsstraßen und außerhalb bis zur 12-sm-Zonen. Er behandelt daher über den SBF-See hinausgehend rechtliche Regelungen, Wetter, weiterführende Navigation sowie das korrekte Verhalten auf See. Den SKS kann man unter Antriebsmaschine, aber auch unter Segel und Antriebsmaschine ablegen.

Um den SKS ablegen zu können, ist ein komplett bestandener SBF-See sowie ein Mindestalter von 16 Jahren notwendig. Für das Ablegen der praktischen Prüfung müssen je nach Antriebsart mindestens 300sm nachgewiesen werden (z. B. in einem Meilenbuch).

Die theoretische SKS-Prüfung teilt sich auf in einen Fragebogen und eine Navigations-/Kartenaufgabe. Diese Prüfungsteile dürfen getrennt voneinander abgelegt werden. Ein Prüfungsbogen besteht aus 30 Klartextfragen (also kein Ankreuzen!), von denen es insgesamt 15 Bögen gibt. Diese stellen sich aus einem Fragenkatalog von ca. 500 Fragen aus den vier Bereichen zusammen. Ob eine Frage im Mindestmaß beantwortet wurde, liegt im Ermessen des Prüfers. Es sind Musterlösungen veröffentlicht. Für das Beantworten der Fragen hat der Prüfling 90 Minuten Zeit.

Legt der Prüfling den SKS nur unter Antriebsmaschine ab, entfallen einige segelspezifische Fragen aus dem Bereich Seemannschaft.

Die Kartenaufgaben befassen sich tiefergehend als der SBF-See auch mit Gezeitenströmen. Auch hier sind 90 Minuten Zeit, um einen der 10 möglichen Bögen zu lösen. Hier darf zum ersten Mal ein (nicht programmierbarer und nicht programmierter) Taschenrechner benutzt werden.

Eine praktische Prüfung erfolgt ebenfalls. Diese findet z. B. auf einer Segelyacht statt. Hier müssen Manöver gefahren werden wie z. B. Boje-über-Bord, Anlegen, Ablegen, Wende, Halse etc., aber auch das Wetter interpretiert werden. In der Regel befinden sich zwei Prüfer an Bord. Die meisten Sportbootschulen bieten das Meilensammeln zusammen mit einer Prüfung an; dafür reichen meist 2 Wochen aus.

Zwischen der ersten und der letzten bestandenen Teilprüfung (Praxis, Karte, Fragen) dürfen maximal 24 Monate liegen – ansonsten verfallen die bereits bestandenen Prüfungsteile.

Was benötige ich für die Prüfung?

Für das Bestehen des Sportküstenschifferscheins ist ein Lehrbuch unerlässlich. Dieses erklärt den Prüfungsstoff, der in der Prüfung umfassend beherrscht werden muss.

Für die Prüfung selbst benötigen Sie die Übungskarte D49, die zur Vorbereitung dient und in ausradiertem Zustand zur Prüfung mitgebracht werden muss. Ebenfalls Pflicht ist die Karte 1/INT1, in der sämtliche Symbole aus den Seekarten hinterlegt sind. In der Prüfung werden diese Inhalte abgefragt. Auch eines der beiden Begleithefte muss mitgebracht werden, denn es beinhaltet die Gezeitenstromatlanten, -tafeln und Ausschnitte aus dem Leuchtfeuerverzeichnis. Das Begleitheft SKS beinhaltet dabei nur die für die Prüfung notwendigen Bezugsorte, das Begleitheft für die Ausbildung und Prüfung Sportküstenschifferschein enthält weitere Inhalte. Zur Lösung der Kartenaufgabe sollten Sie außerdem ein Navigationsbesteck mitbringen.

Worin unterscheiden sich die Lehrbücher für den SKS?

Beide Bücher bringen den Prüfungsstoff eingeteilt in die Kapitel Navigation, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde und Seemannschaft näher, bevor sich der Fragenkatalog anschließt. Beide Bücher beinhalten den Stoff für den SBF-See.

Die Erläuterungen in Rolf Dreyers Buch gehen über den Prüfungsstoff hinaus und können teilweise schon für die Vorbereitung zum darauf folgenden Schein SSS genutzt werden. Die Mindestantworten in den Musterlösungen der rund 500 Prüfungsfragen werden unterstützend rot markiert, um den Lernaufwand zu minimieren.

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