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Marktdatenstudie 2017: Großes Käuferpotenzial im Segel- und Motorboot-Segment

In der Zeit vom 21. bis 29. Januar 2017 trifft sich die Wassersport-Industrie auf der „Boot“ in Düsseldorf. Die weltweit größte Bootsmesse gilt als internationale Leitmesse der Branche. Delius Klasing, Europas führender Verlag für maritime Medien, stellt am ersten Messewochenende die Ergebnisse seiner Marktdatenstudie für die Wassersportbranche 2017 vor. Erkenntnisse daraus belegen, dass sich die Branche weiter auf Wachstumskurs befindet. Die Perspektiven für 2017 und die nächsten drei Jahre sehen vielversprechend aus. Nicht zuletzt, weil die Ausgaben der Wassersportler für neue und gebrauchte Schiffe einen neuen Rekordwert erreicht haben.

Das Bielefelder Verlagshaus Delius Klasing ist Auftraggeber der weltweit größten Marktdatenstudie für die Wassersportwirtschaft. Zum 19. Mal wurde die Leserschaft von Europas führenden Segel- und Motorbootmagazinen YACHT und BOOTE zu Besitz, Kaufabsichten, Charterrevieren, Zubehör und Markenwerten befragt. Rekordverdächtige 9.438 Leserinnen und Leser haben an der aktuellen Untersuchung, die insgesamt 681 Marken aus dem Wassersportsegment umfasst, teilgenommen. Die 681 Marken setzten sich aus insgesamt 96 Segel- und 116 Motorbootwerften sowie 272 Zubehörmarken und 197 Charteranbietern aus dem Segel- und Motorboot-Bereich zusammen.

Die Ergebnisse werden der internationalen Wassersportwirtschaft am Auftaktwochenende der „Boot“ Düsseldorf auf der FLAGSHIP NIGHT (Samstag, 21. Januar), dem Branchentreff von Delius Klasing und der boot Düsseldorf, vorgestellt. Für die Erstellung der Studie wurde das unabhängige Marktforschungsinstitut Market Research aus Neuhausen bei Stuttgart beauftragt.

Die wichtigsten Erkenntnisse für die Branche lauten in diesem Jahr: Es gibt weiterhin einen hohen Anteil an Bootseignern und Miteignern. In beiden Marktsegmenten zeichnet sich ein sehr großes Käuferpotenzial ab. Gleichzeitig erreicht die Kaufpreisentwicklung bei den Seglern und Motorbootfahrern Rekordwerte. Im Segelbereich werden verstärkt neue, größere Yachten (über 10 Meter) nachgefragt. Im Motorbootbereich werden dagegen kleinere, trailerbare Boote mit einer Größe über 5 Meter favorisiert. Neben den ebenfalls gestiegenen zusätzlichen Investitionen hat bei den YACHT- und BOOTE-Lesern auch der Charter-Anteil gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen.

Bei den YACHT-Lesern äußern laut aktueller Marktdatenstudie 19 Prozent der Teilnehmer in den nächsten drei Jahren eine konkrete Kaufabsicht. 31 Prozent sind sich noch unschlüssig, ob sie in den nächsten drei Jahren ein neues Schiff erwerben wollen. Daraus ergibt sich - wie im Vorjahr - ein konstant hohes Käuferpotenzial von 50 Prozent. Bei den Motorbootfahrern geben 29 Prozent der Befragungsteilnehmer an, in den nächsten drei Jahren ein Motorboot kaufen zu wollen, 35 Prozent sind sich noch nicht ganz sicher. Das Käuferpotenzial der Motorbootfans liegt somit bei 64 Prozent (2015: 62 Prozent).

Bei den geplanten Kaufabsichten nach Rumpflänge zeigt die aktuelle Studie ein gestiegenes Interesse an größeren Segelyachten. 36 Prozent der YACHT-Leser (mit Kaufabsichten) planen ein neues Segelboot über zwölf Meter Länge zu kaufen (+5 Prozent zu 2015), bei den geplanten Käufen im Gebrauchtboot-Segment sind es 23 Prozent, ein Plus von 2 Prozent zum Jahr 2015. BOOTE-Leser schauen dagegen mittlerweile auch verstärkt nach kleineren Schiffen. 33 Prozent (+12 Prozent zu 2015) gaben bei den Neukaufabsichten an, nach einem Motorboot über 5 bis 7 Metern zu suchen. Die größeren Motoryachten werden dagegen laut Studie etwas weniger nachgefragt. Während 2015 noch 43 Prozent der BOOTE-Leser mit Kaufabsichten ein gebrauchtes Schiff mit über 10 Meter Länge kaufen wollten, sind es aktuell nur noch 37 Prozent.

Laut Studie sind die Motorbootfahrer bereit, für ein neues Boot durchschnittlich 187.829 Euro auszugeben (+110 Prozent seit 2000). Die Segelsportler planen, für ein neues Segelboot ebenfalls tief in die Tasche zu greifen, nämlich durchschnittlich 278.522 Euro (+95 Prozent seit 2000). Bei den Gebrauchtbooten ist die Ausgabebereitschaft für die kommenden drei Jahre sowohl bei den Seglern mit 82.182 Euro (+29 Prozent seit 2000) als auch bei den Motorbootfahrern mit 73.958 Euro (+24 Prozent seit 2000) im 17-Jahresvergleich gestiegen.

Grundsätzlich ist für alle Teilnehmer der Marktdatenstudie die Qualität (über 80 Prozent bei Seglern und Motorbootfahrern) eines Schiffes das wichtigste Kriterium für den Kauf einer neuen oder gebrauchten Segel- oder Motoryacht, gefolgt von Preis, Fahreigenschaften, Optik und Komfort. Auch das Image der Werft kann am Ende die Kaufentscheidung mit beeinflussen.

Der Charterbereich ist weiterhin ein Segment, das sich bei Seglern und Motorbootfahrern gleichermaßen einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut. Auch aufgrund der teilweise recht unsicheren, politischen Situation in einigen Ländern, nutzen viele Wassersportler die Vielzahl von Charterangeboten direkt vor der Haustür.

77 Prozent der YACHT-Leser (2015: 74 Prozent) beantworteten die Frage, ob sie schon mal ein Boot gechartert haben, positiv. Bei den BOOTE-Lesern sind es 65 Prozent (2015: 58 Prozent). Als bevorzugtes Charterrevier liegt bei den Motorbootfahrern weiterhin Deutschland unangefochten auf Platz eins. Auf den weiteren Rängen folgen bei den BOOTE-Lesern Kroatien, Holland, Frankreich und Spanien. Die YACHT-Leser unternehmen ihre Chartertörns, ebenso wie Motorbootfahrer, am liebsten in heimischen Gewässern. Aber auch die Segelreviere in Kroatien, Griechenland, Italien und Holland stehen bei den YACHT-Lesern hoch im Kurs. Ein Motorbooturlaub dauert durchschnittlich 1,1 Wochen. Die Ausgaben liegen im Durchschnitt bei 2.771 Euro. Bei den Seglern beträgt die Länge des Charterurlaubs 1,4 Wochen, die Kosten betragen im Schnitt 3.346 Euro.

Außerdem wurden in der weltweit umfangreichsten Marktuntersuchung für die internationale Wassersportwirtschaft die folgenden Zubehörbereiche für die Segelbranche erhoben: Bootsbekleidung, Bootselektronik, Segelmacher, Navigations-Apps, Antifouling, Versicherungen, Versender sowie Charterflotten-Betreiber und Agenturen. Bei den Motorboot-Fahrern wurden die Zubehörbereiche Bootselektronik, Bootsmotoren, Versicherungen, Charteragenturen, Navigations-Apps, Versender und Antifouling abgefragt. Bei den Markenwerten wurde unter anderem nach Zuverlässigkeit, Bekanntheit, Qualität, Verarbeitung, Service, Optik und dem Preis-/Leistungs-verhältnis der Schiffe und Werften gefragt.

„Mit den Daten aus den Leserumfragen in YACHT und BOOTE sind nun detaillierte Markt- und Imageanalysen aller relevanten Marken und Segmente im Bereich Werften und Zubehör möglich. Die Studie ist weltweit einzigartig in ihrer Segmenttiefe und –breite  und ist ein immens wichtiges Trend-Barometer für die gesamte Wassersportwirtschaft“, bringt Marktforscher Paul Färber von Market Research den hohen Nutzwert der Studie für die Wassersportindustrie auf den Punkt.