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FLAGSHIP NIGHT 2019: Internationale Wassersportbranche feiert Segelyachten und Motorboote des Jahres

Im Mittelpunkt der FLAGSHIP NIGHT, dem maritimen Branchentreff des Delius Klasing Verlages und der „Boot“ Düsseldorf, standen am Samstagabend die beiden renommierten und mit Spannung erwarteten Auszeichnungen „European Yacht of the Year 2019” und „European Powerboat of the Year 2019“. Eine Experten-Jury zeichnete zudem im Rahmen der internationalen Gala eine Persönlichkeit, die im Wassersport besondere Akzente setzt, mit dem SEAMASTER-Award 2019 aus.

Große Bühne für Europas beste Motorboote und Segelyachten, die auch 2019 in insgesamt zehn Kategorien mit dem „Bootsbau Oscar“ prämiert worden sind. Vor mehr als 450 Gästen wurde auf der FLAGSHIP NIGHT im Rahmen der 50. „Boot“ Düsseldorf zum sechzehnten Mal die internationale Auszeichnung „European Yacht of the Year“ und zum dreizehnten Mal das „European Powerboat of the Year“ gekürt. Wer die renommierten Preise entgegen nehmen darf, entscheidet eine Fach-Jury aus den Testleitern und Chefredakteuren der führenden zwölf Segel- und acht Motorboot-Magazine Europas.

Jedes Jahr kommen in Europa rund 60 neue Segelboote auf den Markt. Doch nur fünf Werften dürfen sich mit dem Titel „European Yacht of the Year 2019“ schmücken. Die ersten Tests für die Jury-Mitglieder der zwölf Segelmagazine aus Norwegen (Seilmagasinet), Schweden (Båtnytt), Großbritannien (Yachting World), Niederlande, (Waterkampioen), Schweiz (marina.ch), Frankreich (Voiles et Voiliers), Spanien (Nautica y Yates), Dänemark (Bådmagasinet), Österreich (Yachtrevue), Italien (Vela e Motore), Finnland (Vene) und Deutschland (YACHT) fanden Ende August im schwedischen Ellös auf Orust statt. Im Oktober folgte vor Port Ginesta südlich von Barcelona die zweite Test-Phase.

Alle 19 Kandidaten wurden dabei intensiv getestet und bewertet. Insgesamt segelten die Fachjournalisten fast 2.000 Seemeilen mit den nominierten Yachten. Alle Entscheidungen werden von der Mehrheit der Jury getragen; eine Nationalitäten-Klausel verhindert, dass die Juroren Kandidaten aus dem eigenen Land bevorteilen. Die Auswahl für die jeweilige Yacht des Jahres spiegelt dabei das Geschehen am Gesamtmarkt wider, wo der aktuelle Trend einerseits hin zu immer größeren, individuell eingerichteten und mit zahlreichen Extras ausgestatteten Yachten geht, andererseits beleben sportliche Boote, die für den Einhand- oder Zweihand-Betrieb optimiert sind aktuell den Segelmarkt.

In der Kategorie der Family Cruiser siegte in diesem Jahr die Oceanis 46.1. Die Fahrtenyacht von Weltmarktführer Beneteau zeigt die gleichen Linien wie die bereits im Vorjahr nominierte Oceanis 51.1 – mit einem wichtigen Unterschied: Die 46.1 hat mehr Segelfläche, verfügt dadurch und durch eine fein austarierte Rigg-Geometrie sowie gelungene Auftriebsverteilung über noch bessere Segeleigenschaften. Sie bietet unter Deck bis zu zehn Kojen in fünf Kabinen. Das Boot ist stark individualisierbar, modern und optisch ansprechend gestaltet.

Im Bereich Performance Cruiser gewann die Arcona 435. Sie folgt einerseits dem typisch skandinavischen Modell eines sportlichen Performance-Cruisers: steif, solide, mit gemütlichem und vollwertigem Ausbau, wodurch sie relativ schwer ist. Andererseits hat sie moderne Linien mit einem breit auslaufenden Heck, dazu einen zeitgemäßen Segelplan mit wenig überlappender Genua und mächtigem Groß. Sie begeistert durch ein präzises und sensibles Gefühl am Ruder und sehr gute Leistung.

In der Kategorie Luxury Cruiser konnte sich die Sunbeam 46.1 durchsetzen. Mit der Neuerscheinung meldet sich die Marke vom Mattsee im Oberhaus des Yachtbaus zurück. Die 46.1 ist das neue Topmodell der Werft und vielseitig einsetzbar: ob auf Langfahrt oder beim Buchtenbummeln. Die Konstruktion ist äußerst durchdacht und mit all den zeitgemäßen Details wie Doppelsteuerstand, ausklappbarer Badeplattform, großem Cockpit mit Tisch, Targabügel mit fester Scheibe und integrierter Sprayhood ausgestattet.

In der Klasse Multihulls ging die begehrte Auszeichnung an den Astréa 42. Die Mehrrumpfyacht von Kat-Produzent Fountaine Pajot ist das neueste Modell unter Segeln. Frontcockpit, elektrische Hebebühne fürs Dingi, Liegen auf dem Kajütdach, Outdoor-Pantry – der Astréa 42 setzt den Trend zu höherwertiger Designqualität und Komfort auf 57 Quadratmeter Wohnfläche konsequent fort und verfügt obendrein über ordentliche Segeleigenschaften.

Bei den Special Yachts konnte sich die Lite XP von der Konkurrenz absetzen. Die 150 Kilogramm leichte Sandwich-Konstruktion aus Frankreich kommt mit brennstofffreiem Hybridantrieb. Der Skiff-Rumpf mit Schlupfkajüte lässt sich wahlweise rudern oder segeln – bei leichteren Winden sogar mit Gennaker. Perfekt für aktive Eigner auf Binnenrevieren oder für Abenteurertypen im Küstenbereich. Hat beim Race to Alaska 2018 ganz passabel abgeschnitten und damit seine Nehmerqualitäten bewiesen.                                     

Ebenso spannend verlief die Vergabe der Preise zum „European Powerboat of the Year 2019“ für Motorboote. Die Fachjury besteht hier aus den Chefredakteuren und Testverantwortlichen von den acht führenden europäischen Motorboot-Medien aus Norwegen (Båtliv), Italien (BoatMag), Frankreich (Neptune), Niederlande (Motorboot), Spanien (Nautica y Yates), Schweiz (marina.ch), Österreich (Yachtrevue) und Deutschland (BOOTE). Mehr als 200 neue Bootsmodelle erscheinen jährlich auf dem Motorboot-Markt. Auf der Cannes Boatshow im September nominierten die Motorboot-Experten mit Hilfe eines ausgeklügelten Punktesystems aus dieser Vielzahl von Neuvorstellungen ihre 24 Top-Kandidaten.

Neben den üblichen Qualitätsmerkmalen eines Bootes, wie beispielsweise der Verarbeitung oder den Fahreigenschaften, spielen die Raumaufteilung, das Gesamtkonzept und das Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle bei der Auswahl und Bewertung der Juroren. Häufig sind es auch innovative und ausgefallene Ideen, die am Ende zu einer Auszeichnung in einer der vier Längen-Klassen sowie der längenunabhängigen Verdrängerklasse führen und eine Werft jubeln lassen.

In der kleinen Klasse bis 25 Fuss hatte am Ende die Nordkapp Noblesse 660 die Nase vorn. Die Noblesse 660 steht für ein neues Konzept im Daycruiser-Segment. Sie bietet viele durchdachte Detail-Lösungen, ein gut geschütztes Cockpit und hervorragende Fahreigenschaften. Punkten konnte die 6,50 Meter lange Nordkapp auch durch ihr zukunftsweisendes Design.

Boote der 35 Fuss-Klasse müssen vor allem praktische Lösungen, eine gute Verarbeitung und ein sicheres Handling auf allen Gewässern vorweisen können. In dieser Kategorie erhielt die Nimbus Weekender 9 Outboarder die Auszeichnung. Mit der 9er-Serie steigt der schwedische Bootsbauer ins Geschäft mit Außenborder-Booten ein. Der Stufenrumpf der Weekender 9 macht sie über 40 Knoten schnell, sicher und zu einer echten Rivalin der bisherigen Platzhirsche im Bereich der schnellen Offshore-Boote.

Bei der Abstimmung in der Klasse bis 45 Fuss überzeugte die Cranchi T 36 Crossover. Die T 36 Crossover vereint das Beste mehrerer Welten. Ihr Trawler-Rumpf und das großzügige Deckshaus bieten viel Platz und Lebensraum, der leistungsstarke Z-Antrieb mit zwei 300 PS starken Dieselmotoren macht sie bis zu 40 Knoten schnell.

In der Klasse über 45 Fuss Bootslänge entschied sich die Jury für die De Antonio Yachts D46 Open. Die Luxusyacht kann mit bis zu vier leistungsstarken Außenbordern bestückt werden und läuft bis zu 46 Knoten – das ist Powerboat-Niveau. Aufgrund der flexiblen Fertigungstechnik kann die D46 den Eigner-Wünschen weitestgehend angepasst werden. 

In der längenunabhängigen Verdrängerklasse ging der „European Powerboat of the Year“-Award 2019 an die Steeler NG 65 S. Die NG 65 S von Steeler ist ein ganz besonderes Boot für ganz besondere Kunden. Sie ist der Beweis, dass man moderne, schicke Stahlboote auch behindertengerecht bauen kann. Sie enthält alle notwendigen Einrichtungen, die Behinderten das Leben an Bord ermöglichen. Klarer Linien, keine Schnörkel, feinste Verarbeitung – die Steeler NG 65 S erfüllt jeden Anspruch.

Der Innovation-Award 2019 im Rahmen der „Powerboat of the Year“-Kür ging in diesem Jahr an Garmin Panoptix LiveScope. „Dank modernster Computertechnik, bringt einem das Garmin Panoptix-Sonar die Unterwasserwelt in einer bisher nicht gekannten dreidimensionalen Weise näher“, fasst BOOTE-Chefredakteur Torsten Moench die Jury-Begründung für den Preisträger in dieser Kategorie zusammen.

Auf der FLAGSHIP NIGHT 2019 wurde zudem zum siebten Mal der SEAMASTER-Award verliehen. Mit dieser Auszeichnung ehren die „Boot“ Düsseldorf und der Delius Klasing Verlag eine Persönlichkeit, die im Wassersport besondere Akzente setzt. Der Preis geht 2019 an die niederländische Profiseglerin Carolijn Brouwer. Die 45-Jährige schrieb 2018 mit ihrem Sieg beim Volvo Ocean Race Segelgeschichte. Als einzige Frau segelte sie alle Etappen der prestigeträchtigen Regatta um die Welt mit – und gewann mit Team Dongfeng die letzte Etappe sowie die Gesamtwertung. Ein historischer Sieg der ebenso ehrgeizigen wie smarten Seglerin, die beim packenden Zielsprint vor Den Haag von ihren Landsleuten frenetisch gefeiert wurde.

Der SEAMASTER-Jury gehören die Chefredakteure der Magazine BOOTE, BOOTE EXCLUSIV, YACHT und SURF an. Den Jury-Vorsitz haben Delius Klasing-Verleger Konrad Delius und Petros Michelidakis, Director „Boot“ Düsseldorf.

Ausführliche Berichte zu allen Siegern und der FLAGSHIP NIGHT 2019 folgen in YACHT 4/2019 (ab 30. Januar im Handel) und BOOTE 3/2019 (ab 20. Februar im Handel) sowie auf den Online-Portalen www.yacht.de, www.boote-magazin.de sowie unter www.powerboat-award.com und www.europeanyachtoftheyear.com.

www.flagshipnight.de