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Reinhard Scheiblich

Reinhard Scheiblich ist Wissenschaftsfotograf und Künstler. Mit seinen Unterwasserfotos hat er u.a. den renommierten Wettbewerb »Kamera Louis Boutan« gewonnen, seine Leidenschaft gilt jedoch den Leuchttürmen. 25 Fotos des ausgewiesenen Experten haben es sogar in die Leuchtturm-Briefmarkenserie der Deutschen Post geschafft.

Welches der Leuchtturm-Shootings wird Ihnen besonders in Erinnerung bleiben?
Die 30 Kilogramm Ausrüstung, die ich die 148 Stufen auf den Leuchtturm Arkona getragen habe, werde ich sicher nicht so schnell vergessen…
Lustiger war aber das Shooting des Leuchtturms Arngast, für das ich einen Ausflugsdampferkapitän überreden konnte, mich überzusetzen. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass er – ganz cleverer Geschäftsmann – die Tour groß als Sonderfahrt anpreisen würde und mir letztlich 30 interessierte Touristen über die Schulter schauten.

Haben Sie einen Lieblingsleuchtturm?
Ja, auch wenn es fast schon ein Klischee ist: Westerheversand. Das liegt aber auch vor allem daran, dass ich Heinrich Geertsen, den letzten Leuchtfeuerwärter dort, kennengelernt und durch ihn Einblicke in das harte Leben auf einem Leuchtturm gewonnen habe. Außerdem mag ich den Leuchtturm Staberhuk, weil der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner, den ich sehr schätze, dort einige seiner besten Bilder gemalt hat.

Welche Tipps haben Sie für gute Leuchtturmfotos?
Die schönsten Fotos gelingen oft morgens oder abends – mir persönlich gefällt die halbe Stunde vor Sonnenuntergang am besten, wenn die Laterne schon leuchtet. Diese Uhrzeiten haben auch den Vorteil, dass der Besucherandrang dann meist nicht so groß ist. Ansonsten sollte man immer mit einer langen Brennweite fotografieren, damit der Turm nicht optisch nach hinten wegkippt.

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