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19.01.2012

Mehr Geld für größere Schiffe

Die Bootsbranche blickt im Vorfeld der weltgrößten Wassersportmesse boot (21. bis 29. Januar 2012) zuversichtlich in die neue Saison. Die Perspektiven für 2012 und die nächsten drei Jahre sehen vielversprechend aus. Die positive Grund-stimmung untermauert die aktuelle Marktdatenstudie für die Wasser-sportbranche, die der Delius Klasing Verlag, Europas führender Verlag für maritime Medien, in Auftrag gegeben hat und die am Auftaktwochenende der boot in Düsseldorf vorgestellt wird. Demnach steigt die Ausgabe-Bereitschaft der Wassersportler – speziell für größere Schiffe

Bielefeld/Düsseldorf, 19. Januar 2012. Der Delius Klasing Verlag ist Auftraggeber der europaweit größten Marktstudie für die Wassersport-wirtschaft. Zum 14. Mal wurde die Leserschaft von Europas führenden Segel- und Motorbootmagazinen YACHT und BOOTE zu Kaufabsichten, Charterrevieren und Markenwerten befragt. Knapp 5.000 Leser haben an der aktuellen Untersuchung für 2012 teilgenommen. Die Ergebnisse werden der Wassersportwirtschaft am Auftaktwochenende der boot in Düsseldorf vorgestellt. Für die Erstellung der Studie wurde erneut das unabhängige Markt-forschungsinstitut Market Research aus Neuhausen beauftragt.

Die gute Nachricht für alle lautet: Die Wassersportbranche war auch in Krisenzeiten durchaus stabil und befindet sich weiterhin im Aufwind. Der Trend zeigt deutlich: Sowohl Segler als auch Motorbootfahrer tendieren wieder zu größeren Yachten. Schiffe über zehn Meter steigen in der Gunst der YACHT-Leser spürbar. 39% der Kaufwilligen möchten ein Segelboot der Längenkategorie zwischen 10 und 12 Meter erwerben. Das ist ein Zuwachs von 10% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Motorbootfahrer wollen in größere  Boote investieren. Etwa 21% der kaufwilligen BOOTE-Leser planen demnach, ein Boot der Längenkategorie von 10 bis 12 Meter zu erwerben, 19% tendieren zur nächstgrößeren Kategorie, Schiffe zwischen 12 und 15 Meter.

Die geplanten Kaufabsichten können die Branche ebenfalls zuversichtlich in die Zukunft blicken lassen. Viele Segler und Motorbootfahrer planen in den nächsten drei Jahren einen Bootskauf. Bei den Seglern haben sich 19% der Befragten entschieden, bei den Motorbootfahrern sind es schon 24%. Hinzu kommt bei den Motorbootfahrern noch eine unentschlossene Käuferschaft von 29%. Daraus resultiert ein Käuferpotenzial von insgesamt 53%. Bei den Seglern liegt dieser Wert bei 45%. Laut der Studie sind die Motorbootfahrer bereit, für ein neues Boot durchschnittlich rund 220.000 Euro auszugeben – das sind gut 90.000 Euro mehr als im Vorjahr. Die Segelsportler planen für ein neues Segelboot mit durchschnittlich 176.000 Euro ebenfalls ein höheres Investment als im Vorjahr (170.000 Euro).

Auch die zusätzlichen Investitionen in den Wassersport sind deutlich gestiegen. Neben den Kosten für das Boot haben die BOOTE-Leser im vergangenen Jahr 11. 573 Euro in ihr Hobby investiert. Im Vorjahr betrug die Summe 8.157 Euro. Bei den YACHT-Lesern waren es seinerzeit schon 11.341 Euro. Dieser Wert erhöht sich laut der aktuellen Befragung auf 12.532 Euro. Beide Zielgruppen haben damit deutlich mehr Geld in ihr Hobby investiert als ein Jahr zuvor.

Der Charter-Bereich erfreut sich weiterhin einer immer größeren Beliebtheit. 2011 beantworteten 70% der YACHT-Leser die Frage, ob sie schon mal ein Boot gechartert haben, mit Ja. Im Vorjahr waren es 66%. Bei den BOOTE-Lesern haben in der aktuellen Befragung 58% mit Ja geantwortet. Im Vorjahr waren dies nur 44%. Als Charterrevier liegt erneut Deutschland bei den Wassersportlern auf Platz eins. Bei den Seglern folgen auf den Plätzen zwei und drei Kroatien und Griechenland. Motorbootfahrer chartern ebenfalls bevorzugt in ihrem Heimatland, gefolgt von den Niederlanden sowie Kroatien.

Neben den Kaufabsichten wurden die Leser auch zu ihren Traumyachten (wenn Geld keine Rolle spielen würde) und den Markenwerten befragt. Die Traumyachten der YACHT-Leser stammen - wie auch im Vorjahr – von Hallberg-Rassy (25,7%), X-Yachts (6,1%) und Swan (5,8%). Die Traumschiffe der BOOTE-Leser sind: Linssen (15,4%), Grand Banks (7,4%) und Bavaria (6,2%). Hier haben Grand Banks und Bavaria die Plätze zum Vorjahr getauscht. Anders verhält es sich bei den tatsächlichen Kauf-absichten. Bei den YACHT-Lesern liegt hier Hallberg-Rassy (8,5%) auf Platz eins, gefolgt von Bavaria (7,7%) und Bénéteau (5,2%). Bei den BOOTE-Lesern stehen dagegen Bavaria (6,7%), Sea Ray (6%) und Linssen (5,3%) hoch im Kurs.

Bei den Markenwerten wurde unter anderem nach Zuverlässigkeit, Bekanntheit, Qualität, Verarbeitung, Service, Optik und dem Preis-/Leistungsverhältnis der Schiffe und Werften gefragt. Außerdem sind die Bereiche Bootsbekleidung, Bootselektrik, Ferngläser, Segel, Motoren und Versicherungen Teil der europaweit umfangreichsten Marktuntersuchung für die internationale Wassersportwirtschaft.

Weitere Infos zu der aktuellen Studie erteilt Ingo van Holt, Director Media Sales,  Telefon (0521) 55 99 09, E-mail: I.vanHolt@delius-klasing.de



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