Produktdetails

  • 1. Auflage 2016
  • gebunden mit Schutzumschlag
  • ISBN 978-3-667-10444-1
  • 256 Seiten
  • Delius Klasing
  • 14,5 x 22,1 cm
  • 38 Farbfotos
  • 5 Schwarz-Weiß-Fotos

Produktbeschreibung

Mit einem Vorwort von Jürgen Klopp

Schiedsrichter zu sein ist ein harter, oft ein undankbarer Job. Urs Meier machte ihn 883 Spiele, mit einer beispiellos souveränen Art, einer reichen Gestik und dem Bestreben, sich stets verbessern zu wollen. Dadurch erlangte er die Hochachtung von Spielern und Fans.

Mit seinen Entscheidungen als Schiedsrichter aber war nicht jeder einverstanden: Von „rumänischen Hexen verflucht“ galt er bei der Boulevardpresse, weil er wegen einer Fehlentscheidung bei einem Qualifikationsspiel zur Fußball-EM 2004 zwischen Dänemark und Rumänien bei den rumänischen Fans in Ungnade fiel. Wochenlang stand er unter Polizeischutz – englische Fans machten Jagd auf ihn, weil er im EM-Viertelfinale 2004 ein Tor von Sol Campbell nicht anerkannte. Meier war außerdem der Mann, der Michael Ballack im Halbfinale der WM 2002 die Gelbe Karte zeigte, sodass der Capitano der deutschen Fußballnationalmannschaft das Finale verpasste.

Mit seiner Autobiografie bietet Urs Meier nun Einblicke in die Seele eines Schiedsrichters – des manchmal einsamsten Mannes auf dem ganzen Platz. Er schildert seine Philosophie des Spiels, des Fairplays, blickt in die Zukunft des Fußballs und des Schiedsrichtertums und macht plausibel, warum der Fußball eine Blaupause für viele Lebensbereiche sein kann.

Weitere Links

kicker.tv: Entwicklung verschlafen: Meier für Schiedsrichter-Professionalisierung

Kundenbewertungen

  • Hochinteressantes Insiderwissen

    von MelaKafer, 15.06.2016

    Den einen ist Urs Meier als der FIFA- Schiedsrichter bekannt, der Michael Ballack im Halbfinale der WM 2002 die Gelbe Karte zeigte, weswegen der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft das Finale nicht mitspielen durfte, den anderen als Fernseh-Fußballexperte neben Johannes B. Kerner und Jürgen Klopp. Der heutige Trainer des FC Liverpool schrieb auch das freundschaftliche Vorwort zur Biografie.
    Urs Meier beschreibt in 6 Kapiteln auf sehr kurzweilige Art und Weise, gespickt mit unterhaltsamen Anekdoten, seinen oft steinigen Weg in die Schiedsrichterelite. Nach 27 Jahren als Referee beendet er seine Karriere und startet eine neue neben dem Platz als Experte und Vortragsredner. Dieser Teil seines Lebens ist Inhalt des 7. Kapitels.
    Urs Meier startet mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Profischiedsrichter, den es in professionellen Ligen anderer Sportarten (z.B. Eishockey)längst gibt und der sich seltsamerweise im Fußball einfach nicht etablieren will. Er zeigt die Schwierigkeiten auf, die ein Schiedsrichter auf sich nehmen muss, um seiner Berufung gerecht zu werden. Idealismus und die Bereitschaft Dinge regeln zu wollen sind unumgänglich. Viele gehen neben dem Schiedsrichterberuf einer geregelten Arbeit nach, es fehlt an der professionellen Betreuung und der Unterstützung bei Fitness und Gesundheit. Von der entsprechenden finanziellen Wertschätzung ganz zu schweigen. Den ein oder anderen Referee könnte das für Zuwendungen und Bestechung empfänglich machen.
    Für Urs Meier stand während seiner Karriere immer Ehrlichkeit, Fairness und Offenheit an oberster Stelle. Er legte Wert auf ein gutes und offenes Verhältnis zu Spielern und Trainer, ließ aber nie einen Zweifel daran, wer das sagen auf dem Platz hat. So erwarb er sich deren Wertschätzung.
    Das Buch vermittelt zudem sehr informatives Insiderwissen. Es war sehr interessant einen kleinen Einblick zu bekommen, was sich hinter den Kulissen bei UEFA und FIFA abspielt, und von Entwicklungen und sinnvollen Veränderungen zu erfahren (feste Schiedsrichterteams,...). Neu war für mich z.B. auch, dass die Entscheidung dem Schiedsrichter obliegt, ob ein Spiel stattfindet oder nicht - etwa bei Nebel, Gewitter o.ä.. Wie schwer es für einen Schiedsrichter ist, in aller kürzester Zeit ohne Zeitlupe und andere Hilfsmittel eine Entscheidung treffen zu müssen, führt er heute oft Teilnehmern - häufig sind das Manager - seiner Vorträge mit Hilfe von kurzen Filmen vor, in denen den Teilnehmern eine Spielszene vorgespielt wird, die sie bewerten müssen. Nie sind die Beobachter einer Meinung.

    Urs Meier ist zusammen mit seinem Co-Autor eine hochinteressante, sehr kurzweilige Biographie gelungen, die durch die Gastkommentare von Bruno Galler und Laurent Rausis aufgelockert und ergänzt wurden.

  • Spannend und Informativ

    von Arietta, 25.04.2016

    Inhaltsangabe:

    Fairplay ist keine Regel, Fairplay ist eine Haltung

    Schiedsrichter zu sein ist ein harter, oft ein undankbarer Job. Urs
    Meier machte ihn 883 Spiele, mit einer beispiellos souveränen Art, einer
    reichen Gestik und dem Bestreben, sich stets verbessern zu wollen.
    Dadurch erlangte er die Hochachtung von Spielern und Fans.

    Mit seinen Entscheidungen als Schiedsrichter aber war nicht jeder
    einverstanden: Von „rumänischen Hexen verflucht“ galt er bei der
    Boulevardpresse, weil er wegen einer Fehlentscheidung bei einem
    Qualifikationsspiel zur Fußball-EM 2004 zwischen Dänemark und Rumänien
    bei den rumänischen Fans in Ungnade fiel. Wochenlang stand er unter
    Polizeischutz – englische Fans machten Jagd auf ihn, weil er im
    EM-Viertelfinale 2004 ein Tor von Sol Campbell nicht anerkannte. Meier
    war außerdem der Mann, der Michael Ballack im Halbfinale der WM 2002 die
    Gelbe Karte zeigte, sodass der Capitano der deutschen
    Fußballnationalmannschaft das Finale verpasste.

    Mit seiner Autobiografie bietet Urs Meier nun Einblicke in die Seele
    eines Schiedsrichters – des manchmal einsamsten Mannes auf dem ganzen
    Platz. Er schildert seine Philosophie des Spiels, des Fairplays, blickt
    in die Zukunft des Fußballs und des Schiedsrichtertums und macht
    plausibel, warum der Fußball eine Blaupause für viele Lebensbereiche
    sein kann.

    Meine Meinung zum Buch und Autor:

    Urs Meier, schreibt in seiner Biographie von seinem Werdegang als Schiedsrichter, angefangen von seiner Kindheit, bis zu seiner Karriere. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fußballfan, aber das Leben eines Schiedsrichter hat mich schon sehr Interessiert. Urs Meier beschreibt in klaren , flüssigen Sätzen, sein Leben , alles ist sehr spannend wieder gegeben. Schön fand ich auch seine tiefe Einblicke in sein Privatleben, was man sonst so gar nicht erfährt. Auch einmal hinter dies Fassaden eines Schiedsrichters zu blicken war sehr aufschlussreich. Ich muss sagen kein einfaches Leben, es hat seine Sonnen und Schattenseiten, schon Nervenaufreibend und immer muss man unparteiisch sein, Herr in jeder Situation bleiben. Allein die Anfeindungen die so ein Schiedsrichter ausgesetzt ist, er soll Fair sein und es jedem Recht machen, gar kein so leichtes Unterfangen. Ich fand es sehr überzeugend das er für den Beruf als Profi Schiedsrichter plädiert, das tut er ja schon sehr lange wie er schreibt. Auch wirbt er für mehr Fairness und das man in seinem Beruf immer auf Augenhöhe den Fußballspielern gegenüber treten sollte, und immer unparteiisch bleiben sollte . Sehr schön sind auch die einzelnen Gliederungen und zum Ende des Buches ein Lebenslauf. Ich muss sagen es war kein leichtes Leben, das er führte.

    Ein sehr informatives Buch, auch für Laien und nicht Fußballfans, man erfährt so viel Interessantes, und vieles wurde einem verständlicher. Seine Schreibstil fand ich sehr spannend und überzeugend. Ein wirklich Abenteuerliches und Aufregendes Leben, so ein Beruf, nicht wird einem geschenkt. Wie gesagt ein leicht Lesbares und verständliches Buch, das mir sehr gut gefallen hat.

    Den Satz auf der Rückseite des Covers fand ich gut :

    „Fairplay ist keine Regel, Fairplay ist eine Haltung"

  • Ein ehrliches und unverstelltes Buch

    von J. Hempel, 15.04.2016

    Der sympathische Schweizer Urs Meier war 27 Jahre mit Leib und Seele Schiedsrichter und hat dabei alle Facetten des Fußball- und vor allem des Schiedsrichtergeschäfts kennen gelernt.

    Mit 18 Jahren entschied sich der gebürtige Züricher gegen eine Fußballkarriere und für den Beruf des Schiedsrichters. Peu à peu setzte er sich in der Altherrenriege durch und pfiff nach zahlreichen regionalen Partien 1998 sein erstes WM-Spiel. Während seiner aktiven Zeit galt er als Perfektionist und Gerechtigkeitsfanatiker. Er hinterließ nichts dem Zufall, suchte sich seine Assistenten und seine Berufskleidung stets selbst aus und war nie parteiisch oder bestechlich. Man kann mit Bestimmtheit sagen, er war seiner Zeit weit voraus und ist es mit seinen innovativen Ideen bis heute. So ist er beispielsweise ein großer Sympathisant der Torkamera und des Profischiedsrichtertums. Letzteres hat sich bis heute weder in der Schweiz noch in Deutschland etablieren können.

    Meiers 245 Seiten starke Rückschau empfinde ich als überaus gut gelungen, weil sie authentisch und schonungslos offen geschrieben ist. Sowohl der Laie als auch der Kenner wird dieses biografische Sachbuch mögen. Es gibt nicht nur viel Biografisches über Urs Meier preis, sondern vor allem über König Fußball und das harte Los der Schiedsrichter. Denn als Referee wird man durch eine strittige Entscheidung schnell zum Buhmann der Nation. Meiers Anekdoten und Einblicke ins Schiedsrichterregelwerk sind ungemein unterhaltsam und erhellend. Zudem enthält Meiers Buch auch ein Stück deutsche und auch internationale Fußballgeschichte (1977-2004). Ob Luis Figo, Oliver Kahn oder Zinedine Zidane, Meiers individuelle Geschichten mit den Fußballgiganten sind einfach nur lesenswert.

    Und was macht der umtriebige Ex-Referee heute? Er hält Vorträge und gehört seit 2005 dem sog. ZDF-Fußballexpertenteam an. Darüber hinaus engagiert er sich mit Herzblut für seine Zunft.