Etzolds Schraubertipps


Etzolds Schraubertipps

Vom Autor der erfolgreichen Autoreparaturbuch-Reihe "So wird's gemacht"

Tipp 4: Kühler-Frostschutzmittel nachfüllen

• Die Kühlanlage wird ganzjährig mit einer Mischung aus Wasser und Kühlerfrost- und Korrosions-Schutzmittel befüllt. Dies verhindert Frost- und Korrosionsschäden, Kalkansatz und hebt außerdem die Siedetemperatur des Kühlmittels an. Im Kühlkreislauf entsteht durch die Ausdehnung der Flüssigkeit bei Erwärmung ein Überdruck, was ebenfalls zur Siedepunkterhöhung der Kühlflüssigkeit beiträgt. Erforderlich ist der höhere Siedepunkt der Kühlflüssigkeit für ein einwandfreies Funktionieren der Motorkühlung. Bei zu niedrigem Siedepunkt der Flüssigkeit kann es zu einem Hitzestau kommen, wodurch die Kühlung des Motors vermindert wird. Deshalb muss das Kühlsystem unbedingt ganzjährig mit einer Kühlkonzentrat-Mischung gefüllt sein.
• Achtung: Zum Nachfüllen – auch in der warmen Jahreszeit – nur eine Mischung aus Kühler-Frostschutzmittel und kalkarmem, sauberem Wasser verwenden. Auch im Sommer darf der Kühlerfrostschutzanteil im Kühlmittel nicht unter 40 % liegen. Deshalb beim Nachfüllen Frostschutz ergänzen, und zwar in diesem Verhältnis: 50 % Frostschutzmittel und 50 % Wasser. Ganz, ganz wichtig: Je nach Fahrzeughersteller und Fahrzeugmodell ist ein ganz bestimmtes Frostschutzmittel vorgeschrieben.
• Vor dem Nachfüllen also klären, welches Frostschutzmittel verwendet werden muss. Wird ein falsches Frostschutzmittel verwendet, können Kühler und Motor beschädigt werden.

Tipp 3: Batteriepole richtig reinigen

Vor dem Einbau der Batterie Batteriepole auf Korrosion überprüfen. Korrosion an den Batteriepolen zeigt sich in Form von weißen oder gelblichen pulverartigen Ablagerungen an den Polen.
• Zur Entfernung von Korrosion Batteriepole mit einer Lösung aus Wasser und Soda bestreichen. Es kommt zu einer chemischen Reaktion mit Blasenbildung und einer braunen Verfärbung an den Polen.
• Gegebenenfalls Batteriepole mit einem Polreiniger oder einer Drahtbürste, zum Beispiel HAZET 4650-4, von Korrosionsrückständen reinigen.
• Nach Abklingen dieser Reaktion Batteriepole und Batterie mit klarem Wasser abwaschen und Batterie abtrocknen.
• Beim Einbau der Batterie darauf achten, dass die Batterie gut festgeschraubt ist und die Batteriekabel festsitzen.

Tipp 2: Fahrzeug-Batterie richtig lagern

Wird das Fahrzeug länger als 2 Monate stillgelegt, Batterie ausbauen und im aufgeladenen Zustand lagern. Die günstigste Lagertemperatur liegt zwischen 0° C und +27° C. Bei diesen Temperaturen hat die Batterie die geringste Selbstentladungsrate. Spätestens nach 2 Monaten Batterie erneut aufladen, da sie sonst unbrauchbar wird.
Wenn eine über längere Zeit gelagerte Batterie mit einem Schnellladegerät geladen wird, nimmt sie unter Umständen keinen Ladestrom auf oder wird durch so genannte Oberflächenladung zu früh als »voll« ausgewiesen. Sie ist anscheinend defekt.
Bevor solch eine Batterie als defekt angesehen wird, ist sie folgendermaßen zu prüfen:
• Säuredichte prüfen. Weicht die Säuredichte in allen Zellen nicht mehr als 0,04 g/ml voneinander ab, so ist die Batterie mit einem Normalladegerät zu laden.
• Batterie nach der Ladung durch eine Belastungsprüfung testen. Bei einem Spannungswert unter ca. 9,6 Volt ist die Batterie defekt.
• Weicht die Säuredichte in einer oder in zwei benachbarten Zellen merklich nach unten ab, hat die Batterie einen Kurzschluss und ist defekt.
• Tiefentladene und sulfatierte Batterie laden.

 

Tipp 1: Das müssen Sie beachten, wenn Longlife-Motoröl verwendet wird

Moderne Motoren sind werksseitig mit einem Longlife-Motoröl befüllt. Das Longlife-Motoröl ist ein Mehrbereichsöl, das durch spezielle Zusätze auf hohe Alterungsbeständigkeit und daher für lange Motoröl-Wechselintervalle ausgelegt ist. Beim Nachfüllen von Motoröl und beim Ölwechsel darf nur Longlife-Motoröl nach Norm des jeweiligen Automobil-Herstellers verwendet werden, damit die verlängerten Wartungsintervalle eingehalten werden können.

Die Hersteller-Norm muss auf der Öldose stehen. Der Zeitpunkt für die Wartung wird dem Fahrer über die » Service-Intervallanzeige« im Display angezeigt. Damit stets das vorgeschriebene Öl nachgefüllt werden kann, empfiehlt es sich bei Fahrzeugen mit Longlife-Service, eine Öldose mit dem richtigen Motoröl im Kofferraum mitzuführen.

Zwischen den Ölwechseln darf bis zu 0,5 Liter Motoröl der Qualität ACEA-A3/B3 nachgefüllt werden, ohne dass sich das Wechselintervall verkürzt. Bei mehr als 0,5 Liter verkürzt sich das Wechselintervall auf die normal üblichen Fristen.



Social Bookmarks Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Google